BIOGRAPHY
 
COMMANDER - The Enemies We Create

2008 markiert einen neuen Meilenstein in der Geschichte von COMMANDER, denn die zu den hoffnungsvollsten deutschen Death Metal-Bands zählende Truppe meldet sich mit ihrem zweiten Album "The Enemies We Create" lautstark und voller Tatendrang zurück.

Bereits seit 1999 aktiv, kommt diese Dampfwalze immer besser in Fahrt. Was damals noch als namenloses Projekt von Sänger und Gitarrist Nick Kolar und Bassistin Birgit Öllbrunner ins Leben gerufen wurde und zwei Jahre später unter dem treffenden Namen COMMANDER Form annahm, entwickelte sich seither zu einer der ernstzunehmendsten Death Metal-Bands, die an vorderster Front in der Riege des deutschen Todesstahls steht. Die ersten Jahre standen ganz im Zeichen der Fundamentsbildung. Neben der Arbeit an den ersten Songs machen sich COMMANDER vor allem durch zahlreiche Konzerte und Supportshows für bekannte Größen wie Six Feet Under, Dew-Scented und Equilibrium einen Namen und formen sich dadurch immer mehr zu einer festen, zerstörerischen Einheit. 2006 erscheint dann endlich das langersehnte Debüt "World's Destructive Domination", welches bei Presse und Fans gleichermaßen einschlägt wie eine Bombe. Bereits damals boten die Münchner knallharten Death Metal, der ohne großartigen Firlefanz auskam und vor allem durch sein wuchtiges und fast schon erdrückendes Erscheinungsbild alles niederwalzte, was in seinem Weg stand. Es ging hier weniger darum, das Rad neu zu erfinden. Vielmehr sollten das ureigenste Wesen des Death Metal - schmetternde Riffs und berstende Drums - durch die gewisse Prise Raffinesse zu einem besonderen Erlebnis veredelt werden. Ein Vorhaben, das COMMANDER ohne Zweifel auch gelang. Neben diversen Minitouren (u.a. mit Dew-Scented, Fear My Thoughts, Equilibrium) durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, konnten sich COMMANDER vor allem durch Festivalauftritte bei den Walpurgis Metal Days, dem Kielowatt Festival und dem Dong Open Air, sowie Supportshows für Obituary, Destruction und Behemoth eine stetig anwachsende Fanbasis erspielen.

Zwei Jahre später - das erste Beben in Form von "World's Destructive Domination" ist immer noch nicht wirklich abgeebbt - gehen COMMANDER erneut in die Vollen und liefern mit "The Enemies We Create" ein wahres Death Metal-Feuerwerk ab. Aufgenommen in den Münchner Helion-Studios (u.a. Atargatis, Equilibrium, Sycronomica), zeigt die neue Scheibe COMMANDER von ihrer bis dato ausgereiftesten und abwechslungsreichsten Seite. Wer beim Thema Abwechslungsreichtum aber glaubt, die Münchner hätten ihr Feuer bereits mit der ersten Scheibe verballert und würden fortan in seichteren Gefilden unterwegs sein, der täuscht sich gewaltig. "The Enemies We Create" ist wie sein Vorgänger fest im kantigen, brachialen Death Metal verwurzelt, vermag aber gerade durch die Ausflüge in thrashigere Gefilde für die oftmals geforderte, vielzitierte Abwechslung zu sorgen, die so viele andere Veröffentlichungen in diesem Sektor immer noch schmerzlich vermissen lassen. Dabei bewegen sich die Münchner noch nicht einmal zu sehr von ihrer Basis, dem rifforientierten Todesstahl, weg. Vielmehr geben COMMANDER Songs wie 'Vengeful Angel' oder 'New Age Of Treason I & II' durch äußerst effektiv gesetzte Breaks und explosiv-thrashige Riffgewitter einen gewissen Drive, den man so schnell nicht mehr aus den Hirnwindungen schüttelt (und das im wahrsten Sinne des Wortes). Auf der anderen Seite verleihen düster-schleppende Riffmonster wie 'Still Alive' oder das Titelstück, bei dem vor allem auch der facettenreiche Gesang von Nick Kolar zum Tragen kommt, für ein abgerundetes Gesamtbild, das der Thematik dieses Beinahe-Konzeptalbums die optimale Stimmung verschafft.

"Inhaltlich haben wir uns auf "The Enemies We Create" mit der Thematik der Schaffung und Existenz von Feindbildern, sowie dem Umgang mit selbigen befasst, was sich als absolut faszinierende und vielschichtige Thematik erwiesen hat" berichtet Fronter Nick. "Ich meine, heutzutage ertappt man sich doch immer wieder selbst dabei, sich irgendwelche angeblichen Feindbilder zu schaffen. Die Gesellschaft verkommt immer mehr zu einem großen, stumpfen Klumpen, der davon lebt und zehrt, sich an anderen, den selbsternannten Feinden, zu messen und diese übertrumpfen zu müssen. Diese Thematik haben wir von verschiedensten Seiten durchleuchtet und unsere Gedanken dazu zu Papier gebracht." Dass dieses Konzept auch in musikalischer Hinsicht aufgeht, zeigt "The Enemies We Create" nur zu gut, denn COMMANDER präsentieren sich ausgereifter und vielschichtiger als wir sie bisher kannten, ohne dabei auch nur einen Hauch ihrer Durchschlagskraft einzubüßen.

So abwechslungsreich und hemmungslos zugleich wie mit "The Enemies We Create" wurde euch der Kopf ganz sicher schon lange nicht mehr abgeschraubt.

Marcel Rudoletzky