REVIEW
 
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Commander-World's Destructive Domination

Wäre ich ein böswilliger Mensch, könnte man sagen, dass der Titel des Debüt-Albums der deutschen COMMANDER schon das komplizierteste an der CD ist. Der hier dargebotene Death Metal kommt schließlich recht simpel und einfach gestrickt aus den Boxen gerattert und erinnert in seinen groovigen Momenten mitunter an die Landsleute von MY DARKEST HATE. Würde man die Jungs aber auf die oben getätigte Aussage reduzieren, täte man ihnen gewaltig unrecht. Dazu donnern die Songs viel zu mächtig und spielen kann man auch. Qualitativ lässt man die oben erwähnten MDH jedenfalls locker im Regen am Busbahnhof stehen. Man erfindet zwar das vielfach zitierte Rad nicht neu, aber der Rhythmus wummert schön, die Gitarren drücken, die Riffs bzw. der Songaufbau sind abwechslungsreich und soundtechnisch ist alles im grünen Bereich. Man hat zwar eine schöne, klare, digitale Soundtorte gebacken bekommen, von künstlichen Aromazusätzen aber keine Spur. Da auch der Sänger zu den besseren Grunzern in Europa zählen dürfte, darf man zu einem gelungenen Einstand mehr als gratulieren. Höhepunkt und damit klarer Deathbattle-Punktsieger der letzten Jahre ist das in drei Kapitel unterteilte, abschließende "Dead But Alive". Würde dieses Teil als EP vorliegen, wäre eine Benotung im Zehner Bereich Pflicht. An diesem Drilling wird sich die Band in Zukunft messen lassen müssen und stellt sich auf eine Stufe mit BOLT THROWER. Harren wir der Dinge, die da noch kommen mögen.