REVIEW
 
neckbreaker.de
Commander-World's Destructive Domination

"Commander? Nie gehört..." werden jetzt einige sagen und dürften damit wohl auch recht haben, da es sich hier um das Debüt-Album der 2001 gegründeten Münchener Band handelt. Die fünf Bayern liefern groovigen Mid-Tempo Death Metal ab, der wohl am ehesten mit Bands à la My Darkest Hate, Bolt Thrower, Jungle Rot, Obituary und Konsorten zu vergleichen ist. Hört euch nur das erste Kapitel der 'Dead but alive'-Trilogie an, und ihr wisst was ich mit den Parallelen zu Bolt Thrower meine. Zwar gibt es beim letzten Song auch kurzzeitig melodische Vocals zu hören, aber aufgrund dessen sollte man die Jungs jetzt nicht in die Ecke von Testament oder Nevermore drängen, wie es das Label im mir vorliegenden Bandinfo versucht. Vielmehr bekommt man hier einen Midtempo-Death Metal-Kracher nach dem anderen um die Ohren gehauen, dass es die reinste Wonne ist, dem Massaker zu lauschen. Für ein Debüt Album klingt das Ganze auch schon ziemlich ausgereift und kann aufgrund ausgefeilter Soli und genialer Groove-Parts auf ganzer Linie überzeugen. Sehr schön sind auch die ab und an durchscheinenden melodischen Gitarren-Leads, die an diverse schwedische Melodic-Death-Helden erinnern. Hauptsächlich regiert hier jedoch nach wie vor stampfender, alles platt walzender Death Metal, der schleppende Parts und auch diverse Up-Tempo-Nummern zu vereinen weiß. Sänger Nick Kolar grunzt hier alles in Grund und Boden und lässt sich vom Gesangstil am ehesten mit Dan Swanö oder Mikael Akerfeldt vergleichen. Die Produktion klingt auch schön fett und differenziert, so dass die Songs ziemlich klanggewaltig aus den Brüllwürfeln der heimischen Anlage bollern. Das Ganze ist zwar schlussendlich wieder einmal keine Neuerfindung des Death Metals, weiß aber dafür die Stärken der unterschiedlichsten Subgenres zu vereinen. Seien es nun melodische Schweden-Riffs, stumpfes Ami-Geholze oder alles zermalmende Gitarren-Leads, wie wir sie aus England kennen - hier ist einfach für jeden was dabei. Von daher kann ich das Debüt der drei Jungs und des Bass-Mädels nur jedem Death Metaller ans Herz legen, der mit obig genannten Stilrichtungen etwas anfangen kann. (Leimy)