REVIEW
 
metalfactory.ch
Commander-World's Destructive Domination

Eine Mischung aus Testament und At The Gates sollen laut Presse-Info Commander darstellen. Ok, die vier Münchner bemühen sich auch wirklich, gute Song-Arrangements zu erstellen und die Scheibe abwechslungsreich zu gestalten. Nick Kovlar an der Gitarre und den Vocals hat es mit seiner Doppelbelastung nicht einfach und meistert seinen Job relativ gut. Seine Growls sind evil-mässig und die Gitarren-Arbeit für Death Metal Verhälnisse recht gut. Was im Line-Up noch speziell ist: Der Bass-Job wird von einer Frau (Birgit Öllbrunner) erledigt. Speziell ist es zwar auch nicht mehr so, denn die Frauen nehmen langsam ihren Platz in der Branche ein, der ja ausschliesslich von Männern dominiert wurde. Aber wenden wir uns wieder dem neuen Werk der Deutschen zu, das dreizehn Songs beinhaltet und eine Melange aus Death und Thrash Metal ist. Schnelle Parts wechseln sich mit Midtempo-Passagen ab und die Songs sind technisch auf einem eher höheren Niveau, als der Rest des Genres. Was man den Münchnern ein bisschen ankreiden muss, ist der fehlende Überraschungseffekt, dieser ultimative Kick, der den Song sofort zünden lässt. Das Aha-Erlebnis, das einem sofort Glücksgefühle im ganzen Körper ausschüttet. So, wie etwa bei einer überragenden Scheibe wie Death's "Leprosy". Aber Commander haben noch Zeit, da es ja ein Debüt-Album ist und sie ihre Sache eigentlich nicht schlecht machen. Also Jungs (und das Mädel): Beim nächsten Mal will ich verdammt noch mal einen O(h)rgasmus kriegen!
Daniel J.