REVIEW
 
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Commander-World's Destructive Domination

Der Todesblei-Gott meint es mit den deutschen Musikern dieser Stilrichtung wieder einmal gut und hat ihnen mit dem Füllhorn reichlich Inspiration für gute Riffs und fette Grooves über der Matte ausgeschenkt. So auch bei der Münchner Truppe COMMANDER, die am 06.06.06 ein erstaunlich ausgereiftes Debüt veröffentlicht. Die 13 Songs auf der Langrille sind durchdacht, schlüssig, kompetent eingespielt und packend dargeboten, dass man erstaunt mit dem Nacken wackelt. COMMANDER packen sich Gutestes aus der Welt des schwedischen Riffings, Zerstörerisches aus dem Reich des amerikanischen Blasts, Drückendes aus dem Bolt Thrower'schen Groove Death und Sägendes aus deutschem Thrash. Egal ob COMMANDER loskloppen wie im Opener ‚Modern Slavery' oder arschgeil grooven wie in ‚Disharmony' bzw. ‚Dead But Alive Chapter I', das Zeug klingt professionell und bringt den Nacken zum Knirschen. Quasi ein thrashender Todesblei-Klon aus Bolt Thrower, Dew-Scented, Bloodbath und Edge Of Sanity. Durchschnittliche Songs findet man kaum (‚The Attic' vielleicht, auch ‚World's Destructive Domination' geht eher so), Ausfälle dagegen gar nicht und Nackentreffer, äh, - brecher gleich einige. Auch wenn der Klampfensound manchmal fast schon zu schneidend-modern ist (God Forbid, etc.), so zersägen die Gitarren alles. München zeigt dem Land also nicht nur im Fußball, wie es gehen muss.
11 von 13 Augen

Oliver Vollmer