REVIEW
 
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Commander-World's Destructive Domination

Dem oldschool Midtempo Death Haben sich Commander verschrieben. Ihr Erstling kommt nun nochmals via Label in die Läden und das hat auch seinen Grund: das bayrische Quartett liefert ein ordentliches Krachgewitter im Stile der Szenegrößen ab. Als Vorbilder mögen hier Altherren wie Bolt Thrower oder Benediction gedient haben, auch wenn man deren Glanztaten nicht erreicht. Commander haben sich in erster Linie der Bodenständigkeit und Moshkompatibilität verschrieben. Dabei fallen die Arrangements durch gelungene Hooks und stellenweise wirklich klasse Riffs auf. Stilistisch ist das Gerüst in erster Linie Death Metal, wird aber auch gern mal durch einige gelungene Ausflüge in den Thrash Sektor aufgelockert.

Alles gut und schön. Aber wie viele solide Death Kapellen haben wir denn schon gehört? Bands mit Potential und Verständnis für die Kunst? Bands die deutlich aus dem Mittelmaß hinausreichen, aber die es nie an die Spitze schaffen? Zu viele. Im Moment liegen Commander genau an der Grenze, wo sich entscheidet ob sie den Sprung nach oben schaffen oder in der Entwicklung stagnieren. Da es sich hier um ein Debüt handelt, kann man der Band gern noch einen kleinen Neulingsbonus anrechnen, aber die nächste Platte wird wohl die Entscheidung bringen. Neben gelungen Stücken wie " Modern Slavery " oder "Salvation For A Dead World" gibt es mit "Dead But Alive I - III" zum Schluss noch das innovative Highlight der Band, das wirklich hoffen lässt. Diese Nummer, die nicht auf alle Death-Metal typischen Elemente setzt, zeigt, dass man auch anders kann und in der Lage ist, sich von gut gemachtem Einheitsbrei abzuheben und ich wünsche der Band, dass sie gerade da ansetzt und sich nicht im toten Brei verliert.